Grußwort von Landrat Manfred Nahrstedt zum Online-Go der App „Lüneburg schockt“ am 22. September 2015

Landrat Manfred Nahrstedt (Foto: Andreas Tamme)
Landrat Manfred Nahrstedt (Foto: Andreas Tamme)

-    Es gilt das gesprochene Wort   -

Sehr geehrter Herr Kreft
(Geschäftsführer ASB Kreisverband Lüneburg),

sehr geehrte Frau Bloch
(Sparkassenstiftung),

sehr geehrter Herr Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt,

sehr geehrter Herr Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

heute ist ein guter Tag für den Landkreis Lüneburg und für die Menschen, die bei uns leben. Dass Sie gekommen sind, zeigt, dass Sie das Thema Erste Hilfe und den Einsatz von Defibrillatoren ernst nehmen.

Ich begrüße auch die Vorstandsmitglieder des ASB Kreisverbandes Lüneburg sowie die Vertreter der ASB Landesverbände Niedersachsen und Hamburg.

Anrede,
Defibrillatoren werden bei einem Herzstillstand eingesetzt und können Leben retten. Insofern ist mir die Veranstaltung heute wortwörtlich eine Herzensangelegenheit.

Wenn es zum Herzstillstand kommt, zählt jede Minute. Deshalb ist es so wichtig, früh zu helfen. Und es ist wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern die Scheu zu nehmen. Wer schon einmal einen Defibrillator gesehen und vielleicht sogar in einem Erste-Hilfe-Kurs benutzt hat, wird ihn im Notfall eher einsetzen als ein Laie.

Seit 2011 setzt sich der Landkreis Lüneburg mit seinen Kommunen dafür ein, kreisweit Defibrillatoren einzuführen.

In unseren Verwaltungsgebäuden hängen vier Geräte und wir konnten bislang bereits elf Schulen mit Defis ausstatten.

Daneben gibt es auch Einweisungen in Defibrillatoren, im Landkreis haben wir Defi-Schulungen in unser Fortbildungsprogramm mit aufgenommen.

Aus dem Projekt „Kreisweite Einführung von Defibrillatoren“ ist unsere „Defi-App“ hervorgegangen, mit der wir im letzten Sommer an den Start gegangen sind.

Diese App wurde gemeinsam mit der Marktplatz GmbH entwickelt. Bislang haben rund 350 Bürgerinnen und Bürger die Anwendung heruntergeladen.

Die App konnte sogar bei einem Ideenwettbewerb der Leuphana Universität im März 2014 überzeugen und gehörte in der Kategorie B „Good Idea“ (Gute Idee) zu den Siegern.

Anrede,
bei allem Erfolg müssen wir ehrlich sein: Für eine Kommune ist so ein umfangreiches Angebot auf Dauer nicht umzusetzen.

Im Vordergrund muss stehen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger darauf verlassen können, dass die Daten stetig aktualisiert und überprüft werden.

Ich bin froh, dass wir mit dem ASB Kreisverband Lüneburg einen Partner gefunden haben, der diesem hohen Anspruch gerecht werden kann. Und der Landkreis Lüneburg bleibt Schirmherr des Projekts.

Der ASB ist auf dem Gebiet der Ersten Hilfe zu Hause. Vor allem aber verfügt er über ein großes bundesweites Netzwerk. Das ist nicht nur von Vorteil, sondern auch unbedingt notwendig, wenn wir flächendeckend Defibrillatoren aufzeigen und wichtige Informationen geben möchten.

Alles das leistet die App „Lüneburg schockt“.

Joschka Schiller vom ASB Kreisverband Lüneburg wird die App im Anschluss in einer Präsentation vorstellen.

Anrede,
ich wünsche uns allen, dass wir heute den Startschuss geben für ein verlässliches und umfangreiches Angebot, das kontinuierlich weiter entwickelt und aktualisiert wird.

Sie alle wissen, wie aufwendig es ist, Datensätze dieser Art zu pflegen.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen Beteiligten danken, die an der App mitgearbeitet haben: Das sind der Geschäftsführer des ASB Kreisverbandes Lüneburg, Harald Kreft, Vorstandsmitglied Joschka Schiller, die Leiterin des Büro Landrat, Sigrid Ruth, als Projektleiterin, und Elena Bartels aus der Pressestelle des Landkreises.

Und natürlich sind da auch noch die Kommunen mit ihren zahlreichen Redakteuren zu nennen, die uns bei der allgemeinen Bestandsaufnahme geholfen haben.

Außerdem möchte ich Michael Sander und Petra Witt vom ASB Landesverband Hamburg danken, die uns bei der Weiterentwicklung an die Hand genommen haben. Herzlich willkommen Frau Witt.

Heute geht nun die Defi-App mit neuem Anstrich und neuem Namen online. Ab heute heißt es „Lüneburg schockt“. Der Name ist auch als Aufforderung an alle Bürgerinnen und Bürger zu verstehen.

Wir wollen erreichen, dass die Menschen ihre Scheu verlieren, Defibrillatoren zu benutzen und dass sie eingreifen und zupacken, anstatt ratlos zu sein. Dass sie einander helfen und vorbereitet sind, wenn es zum Notfall kommt, und das gilt für alle Generationen, wie uns die App sehr schön vor Augen führt.

Und wir haben eine Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Wir wollen, dass sie im Notfall schnell und unkompliziert angeleitet werden.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Erfolg für die Zukunft.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Die offizielle Kennzeichnung für AED-Geräte (Defis)

AED bzw. Defibrilator Hinweis-Zeichen

Dieses Zeichen weist auf einen öffentlich zugänglichen Defibrillator hin.

Wenn Sie AED-Geräte im Großraum Lüneburg sehen, die noch nicht bei LÜNEBURG SCHOCKT registriert sind, würden wir uns sehr über eine kurze Mitteilung unter info(at)lueneburg-schockt.de freuen.
Alternativ können Sie das AED-Gerät hier online melden.